Syndikalismus in Berlin

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Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus: Anarchistischer Arbeiterbund West-Berlin – Berlin, 13. August (1973)



Zum 50. Jahrestag des Berliner Mauerbaus wollen wir euch heute freudig eine Rarität des Deutschen Anarchismus zur Verfügung stellen. Gab es nach 1945 kaum noch eine organisierte Anarchistische und syndikalistische Bewegung, so stellte der Anarchistische Arbeiterbund – West-Berlin um Willy Huppertz einen bemühten Versuch dar, sich (wieder) selbst zu organisieren. War durch den Sonderstatus West-Berlins die Arbeit als Anarchistische Gruppe nicht sonderlich einfach, so wurde gerade durch den Bau der Mauer auch die Propaganda und Agitation erschwert, konnte man doch mit dem Finger auf den „realen Sozialismus“ zeigen und Anarchisten darunter vereinnahmen.

Als Kommentar zum Mauerbau erschiend 1973 im Selbstverlag von Willy Huppertz die Broschüre „Berlin, 13. August“, welche wir euch heute in aufbereiteter Form wiedergeben wollen. Angeboten wird eine PC-Version sowie eine Druckversion. Alle Bilder sind der Originalbroschüre entnommen, die Umschlagsgestaltung übernahm dankenswerterweise ein Genosse. Der Text wird in der Broschüre unverändert wiedergegeben. Über den Sinn der Broschüre steht im Vorwort:
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Broschüre: Was will der Syndikalismus


Als eine weitere durchaus zur Propaganda auch immernoch geeignete Broschüre möchten wir euch heute „Was will der Syndikalismus“ präsentieren. Als gute Nachricht: Es geht weiter mit Syndikalismus in Berlin, die Schlechte: Nur unstetig. Eine weitere Gute: Die ASJ Mainz ist nun gleich die zweite Neugründung innerhalb der Schwarzroten Bewegung, nachdem sich Leipzig nun offiziell gegründet hat.

Aber nun denn:

Was will der Syndikalismus! Was will der Syndikalismus

Dr. Max Tobler – Der revolutionäre Syndikalismus


Als Wiederveröffentlichung nun auf Syndikalismusinberlin:

Max Tobler – Der revolutionäre Syndikalismus (1920. Verlag Fritz Kater)

 

Wir werden in Zukunft einige Weitere Broschüren des Verlags Fritz Kater und Der Syndikalist republizieren!

Bleibt gespannt! (Und niemand kann mehr sagen, er häts nie gesehn 😀 )

 

Neuer Blog: Warum IAA


1922 war es dann soweit, trotz einiger Querelen am Rande, die Internationale Arbeiter Assoziation wird in Berlin  gegründet. Das im folgenden ist sie vorn mit dabei wenn es um Generalstreiks, die Auseinandersetzungen mit der RGO und dem Gestalten des Spanischen Bürgerkriegs anbelangt.

Eine umfangreiche Geschichte der IAA wurde bisher nur in Ansätzen geleistet, Damier ist einer davon,

seit heute ist ein weiterer Teil dazu online gegangen, der Blog „Warum IAA“ will sich in Zukunft mit der Geschichte der Überreste der Berliner IAA seit 1996 beschäftigen.

Wir von Syndikalismus in Berlin sind und bleiben gespannt, was da kommen mag. Auch um die Diskussion um die IAA wieder anzufachen, und die einzelnen Landesföderationen aus der Lethargie herauszuführen.

Alles weitere dann auf: http://warumiaa.wordpress.com/

Fernand Pelloutier, ein Vorläufer des Syndikalismus


Von Armando Borghi.

Unsere Berliner Internationale Arbeiter-Assoziation wünscht für den 13. März dieses Jahres eines Aufsatz zur Erinne-rung an Fernand Pelloutier, der in der Geschichte der revolutio-nären syndikalistischen Arbeiterschaft tiefe Spuren hinterlassen hat.
Dieser Name hat in der internationalen Arbeiterbewegung einen guten Klang und obgleich die Welt oft gar zu schnell die Vorkämpfer ihrer eigenen unterdrückten Klasse vergisst, dürften doch gerade die Jüngsten in den proletarischen Kämpferreihen nicht in Unkenntnis darüber sein, welche bedeutende Rolle Pel-loutier in der syndikalistischen Bewegung gegen das Politikanten-tum gespielt hat.
Eine Reihe mir bekannter Schriftsteller erkannte das an. So findet George Sorel in seinem Buche „Betrachtungen über die Gewalt“ Worte der Bewunderung für Pelloutier und betrachtet den Eintritt der Anarchisten in die französische syndikalistische Bewegung als eine Tatsache von großer Bedeutung. Giuseppe Prezzolini, ein sehr ernster italienischer Schriftsteller, der eine Zeitlang den französischen Syndikalismus studierte, spricht in seinem Buche von Pelloutier als einen Helden des Syndikalismus. Auch darf ich nicht versäumen, die herrlichen Worte Pietro Coris, des großen italienischen Redners und anarchistischen Dichters zu erwähnen, die er über unsern Vorkämpfer in dem Vorworte eines ins Italienische übersetzte Werkes Pelloutiers über den Syndikalismus schrieb.
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Zur Syndikalismus-Ausstellung in der BAIZ


Wie die ein oder andere Person schon mitbekommen hat, sollte ab Oktober eine Syndikalismus-Ausstellung in der BAIZ (Christinenstraße 1, Berlin) stattfinden.

Die ist nun laut einem Veranstalter auf Anfang Februar verschoben worden und soll dann – laut Aussteller – mit einem Kulturprogramm begleitet werdern. Dies wäre ein schöner Gegensatz zu den auch in der BAIZ stattfindenden Kuba-Tagen und eine schöne Ergänzung zum Frauen-Monat März (in den letzten Jahren immer wieder Gute Ausstellungen zum Weltfrauentag!).

Wir von Syndikalismus in Berlin freuen uns darauf, im Februar in die Baiz zu gehen und sind gespannt auf die Ausstellung!

(PS: Die BAIZ wird von Syndikalistischen Strukturen ganz gerne genutzt, so fanden hier zahlreiche Veranstaltungen der FAU (Workers Memorial Day, Fau-Verbot, Babylon) als auch der ASJ (Fritz Kater Veranstaltung, Emma Goldman Lesung) statt. )

Der moderne französische Syndikalismus von Dr. Anton Acht


Wie angekündigt wird es nun öfter wieder Beiträge von unserer Seite geben.

Folgender Scan wurde uns gerade zugespielt, wir möchten ihn an dieser Stelle wieder Publizieren.

Downloadlink unterhalb des Bildes!

(Downloadlink unter dem Bild!)

Der moderne französische Syndikalismus von Dr. Anton Acht

Hepcat – Hooligans


Und nach den Artikeln zum berliner Stadtteil Wedding hier wieder ein musicalischer Beitrag!

Fundstellen zu Berlin


Will man sich mit der Geschichte des Syndikalistischen und Anarchistischen Berlins beschäftigen, so findet man bisher nur sehr wenig rein auf Berlin bezogene Literatur. Von unseren Freunden und Projekt-Vorbildern übernehmen wir folgende Angaben, sie sind auf Syndikalismusforschung selbst einsehbar;

http://www.syndikalismusforschung.info/regionales.htm

Berlin

Sandvoß, Hans-Rainer: Widerstand in Neukölln, S. 125/26 und 264/65, Berlin 1990

Kurzes mit Fotos zu Paul Brunn, Rudolf Rocker und Erich Mühsam.

Sandvoß, Hans-Rainer: Widerstand in Mitte und Tiergarten, S. 69 (Rudolf Michaelis), Berlin 1999

Kurzes mit Foto zu Rudolf Michaelis.

Wörmann, Heinrich-Wilhelm: Widerstand in Köpenick und Treptow, S. 78-85, Berlin 1995

Kurz und knapp werden interessante Zeitzeugenberichte mit Fotos von Syndikalisten und eine allgemeine Erläuterung der syndikalistischen Arbeiterbewegung dargeboten. Ein gutes Beispiel dafür, wie Syndikalismusforschung Einzug in die allgemeine Darstellung der Geschichte der Arbeiterbewegung und des Widerstandes gegen die Nazis hält. Kurzportraits über die Berliner FAUD-Aktiven Paul Brunn, Willi Boretti, Anna Clamann, Friedrich Dettmer, Erich Dürre, Erich Frese, Rudolf Ludwig. Erwähnt werden auch Otto Bethke, Johann Gegodowski, Reinhold Kienast, Paul Lange, Gerhard Reinecke, Walter Schwaba und Hans Spaltenstein.

Forscht auf das ihr den Geist befreit! Syndikalismusforschung zeigt wo!

Wedding: Sprengelstr. 33


Leider nicht mehr unter dieser Adresse antreffbar, Fritz Apicius, Verkehrsarbeiter in der FAUD

900 Millionen Menschen, soviel befördert allein die BVG im Berliner Stadtraum mit Bussen, U- und Straßenbahnen pro Jahr (Zahlen von 2006).

Doch auch in den 20er und 30er Jahren, war das Berliner Öffentliche-Nahverkehrsnetz eines der modernsten der Welt. Doch nicht nur viele Fahrzeuge bewegten sich damals, nein, auch die Arbeiterinnen zeigten in der Berliner Geschichte mehrfach schon, dass sie sich selbst organiseren und für ihre Interessen eintreten können. So organisierten sich in der Berliner FAUD in den 20er und 30er Jahren Arbeiter und Arbeiterinnen in einer eigenen Organisation, dem Verkehrsarbeiterverein für Kommunal, Staats- und Privatsverkehrswesen. Einer der Akteure der Verkehrsarbeiter war Fritz Apicius, welcher in der Sprengelstraße 33, im berliner Bezirk Wedding wohnte. So existierte in seiner Privatwohnung zeitweise eine Zahlstelle für den Berliner Norden und es wurden Versammlungen abgehalten. Mehr von diesem Beitrag lesen